Samstag, 12. März 2016
20:00 - 22:00

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Beschreibung

Sinfoniekonzert mit Werken von J. Haydn, E. Grieg, W.A. Mozart
Mit dem Orchesterverein Aarau
Solistin: Tanja Hotz, Klavier
Leitung: David Schwarb

Nein, mit Yin und Yang haben Haydn und Mozart grundsätzlich nichts zu tun. China und chinesisches Denken waren für die beiden Meister der Wiener Klassik sagenhaft weit entfernt. Und hätte ihnen jemand das Yin-und-Yang-Prinzip der aufeinander bezogenen Gegensätze erläutert, so hätten sie sich höchstens entfernt an einen Grundsatz der klassizistischen Ästhetik erinnert gefühlt: an das Gebot der Einheit in der Mannigfaltigkeit.

Die Sache ist vielmehr die: Der Orchesterverein Aarau stellt in seinem Märzkonzert zwei Werke von Haydn und Mozart gegeneinander, die sich wie die beiden Hälften des Yin-und-Yang-Symbols zu einem perfekten Kontrastpaar ineinanderfügen. Auf der einen Seite steht Haydns Trauer-Sinfonie, in der zwei aufgewühlte Randsätze in düsterem e-Moll ein engelsgleiches Adagio in hellstem E-Dur umschliessen. Und auf der anderen Seite als passgenauer Gegensatz dazu: Mozarts Jenamy-Konzert. Hier überquellen die beiden Es-Dur Randsätze vor Lebensfreude und Übermut, dazwischen steht aber als «schwarzer Punkt» ein c-Moll-Andantino von abgründigem Ernst.

Und was diese Gegenüberstellung noch brisanter macht: In beiden Werken macht die Wiener Klassik einen Quantensprung: Haydn schreibt zum ersten Mal eine Moll-Sinfonie mit einem vollendeten viersätzigen Gefüge. Und Mozart findet erstmals in einem Klavierkonzert zu seiner unvergleichlichen Meisterschaft und Originalität.

Als Solistin in Mozarts Jenamy-Konzert tritt die 24jährige Pianistin Tanja Hotz auf. Der OVA freut sich, mit ihr einmal mehr eine grossartige Nachwuchshoffnung bei sich begrüssen zu können.

Vorverkauf: Wirz Thalia Bücher, Tel. 062 832 38 38.