Mittwoch, 8. Juni 2022
18:30 - 20:00

Kostenlos
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Beschreibung

Von Schutzbriefen, Hutzelweggen und Museumsgründern zu doppelten Türen im Hier und Jetzt: Das Referat präsentiert Quellenfunde zur Geschichte der Juden aus dem Aargauer Staatsarchiv.

Die Wiege des Schweizer Judentums liegt in den beiden im Aargau gelegenen sogenannten Judendörfern Endingen und Lengnau. Noch heute erinnern Bauzeugen, wie die beiden ältesten Synagogen der Schweiz, Doppeltürhäuser, der Jüdische Friedhof oder das Altenheim Margoa von vergangenem jüdischem Leben. Zu diesem reichen Kulturerbe gehört zudem ein einzigartiges jüdisches Brauchtum, das sich in der Vergangenheit in einer eigenen Sprache – dem Surbtaler Jiddisch – und volkskundlichen Ritualen niederschlug.

Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts migrierten die Dorfjuden in die aufblühenden Städte des In- und Auslandes. Unter den in alle Welt zerstreuten Nachkommen sind viele illustre Namen anzutreffen, wie etwa jene der Industriellenfamilie Guggenheim, die in New York das Solomon R. Guggenheim Museum gründeten, oder der führende Hollywood-Regisseur William Wyler, bekannt durch seinen Monumentalfilm Ben Hur.

Heute entsteht im Surbtal unter dem Namen Doppeltür ein einzigartiges Vermittlungsprojekt zu diesem Kulturerbe, das durch den Kanton Aargau gefördert wird.